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  • Albtraum ein Leben – Kommentar

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    Bei der Aufführung durch das Ensemble Komödianten im Theater im Künstlerhaus 1979 übernahmen einzelne Schauspieler vielfach mehrere Rollen.

    Bei den Proben zur Uraufführung der Poetischen Montage Albtraum ein Leben wurden mehrere Etagen als Spielbereiche genützt. Das kam dem Anliegen der Regie, rasch von Schauplatz zu Schauplatz wechseln zu können, sehr entgegen. Das Unwirkliche, Traumhafte konnte durch überraschende Überblendungen zu verschiedenen Örtlichkeiten, die oben oder unten, mitten im Bühnenraum, sehr tief im Hintergrund oder ganz nahe am Zuschauer angedeutet waren, ohne merkbare Umbauten erstellt werden. Die einzelnen Schauplätze waren durch sehr markante Interieurdetails markiert. Insgesamt wurden gedämpfte Farben für die jeweiligen Spielorte gewählt.
    Die Kostüme waren behutsam auf die Dekorationen abgestimmt. Grelle Farben wurden vermieden.
    Sollte etwas verdeutlicht werden, geschah es durch die Beleuchtung. Die Lichtüberblendungen wurden mit voll kostümierten Darstellern erarbeitet: Dadurch konnten die richtigen Lichtstimmungen gefunden werden.
    Alle Requisiten waren um ein Weniges größer als in der Realität gewählt, damit sie im oftmaligen Halbdämmerlicht immer gesehen werden konnten.
    Der Ton kam nicht nur von einer zentralen Stelle, sondern von Lautsprechern, die an den unterschiedlichsten Orten des Geschehens montiert waren, manchmal auch aus dem Publikumsbereich.
    Die Montage mit Pausen zu unterbrechen erwies sich als ungünstig für den Gesamteindruck. Wenn der Albtraum unterbrochen wurde, war er nach der Pause nur mehr mit Mühe wieder herstellbar. Das Publikum war durch die Zäsur ernüchtert und fand nicht mehr zum Vergnügen des Mitträumens zurück. Vorstellungen ohne Pause wurden niemals als zu lange empfunden. Der Traum blieb als solcher erhalten.
    Vor unsere Bühne spannten wir den von Franz Grillparzer selbst erfundenen Gaze (Tüll)-Vorhang. Dadurch konnte das Verdämmern einzelner Szenen sehr gut realisiert werden. Streulicht auf den Vorhang brachte die Bühne ins Dunkel. (Conny Hannes Meyer)

    Albtraum ein Leben - Gesamttext
    Albtraum ein Leben - Gesamttext
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